Weshalb agile Teams für die Arbeitswelt 4.0 so wichtig sind

Die Zukunft der Arbeit ist schon heute allgegenwärtig. Viele Unternehmen haben das erkannt und versuchen zu verstehen, wie wir morgen arbeiten werden. Sie wollen sich möglichst gut vorbereiten und einen Plan haben, wenn die Zukunft zum Jetzt wird. Was wir bereits wissen: Firmen, die lernfähig, anpassungsfähig und an ihrer Umgebung interessiert sind, können auf zukünftige Herausforderungen und Chancen entsprechend reagieren.

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Hast du schon mal was von Lean, Scrum, Agile oder Product Backlogs gehört? Agile steht, wie der Name schon sagt, für Agilität und Flexibilität. Hier geht es um eine neue Art des Denkens, Arbeitens und Organisierens. Durch agiles Arbeiten kann ein Unternehmen schnell und effektiv auf Veränderungen in der Außenwelt reagieren. Die Kundenzufriedenheit steht dabei oft an erster Stelle, aber auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter kommt beim agilen Arbeiten nicht zu kurz. Beim agilen Arbeiten geht es außerdem nicht um den einzelnen Mitarbeiter, sondern um die Zusammenarbeit im Team oder dem gesamten Unternehmen.

Agile Teams lernen voneinander und gehen aufgrund ihres Interesses an der Außenwelt auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden flexibel ein. Die Teammitglieder arbeiten in kurzen Sprints von ein bis zwei Wochen, in denen sie oft kleinere Aufgaben durchführen und Veränderungen bei Produkten oder Dienstleistungen rasch umsetzen. Denn beim agilen Arbeiten geht es darum, auf den Kunden so schnell wie möglich einzugehen und Feedback frühzeitig einzuholen. Mitarbeiter vermeiden somit Missverständnisse und können Anpassungen direkt umsetzen.

Die Aufgabe der Führungskraft

In Teams funktioniert agiles Arbeiten normalerweise recht schnell. Die Teams werden oftmals von Experten unterstützt, wodurch die Teammitglieder voneinander lernen können. Außerdem tragen die Teams viel Eigenverantwortung – schließlich müssen sie dem Kunden ein gutes Ergebnis liefern. Spaß und Motivation kommen bei agilen Teams nicht zu kurz, denn die Mitarbeiter kommen in kürzester Zeit zu einem konkreten und sichtbaren Ergebnis.

Agilität schafft flachere Hierarchien: Die Rolle der Führungskraft ändert sich oder verschwindet sogar. Manager müssen sich neu erfinden. Ihr Führungsstil ist nicht länger autoritär, sondern kooperativ: Servant Leadership basiert nicht auf hierarchischen Strukturen, sondern auf der Entwicklung der Mitarbeiter. Eine kooperierende und unterstützende Führungskraft bringt die Interessen des Unternehmens, der Gesellschaft und der Mitarbeiter in Einklang. Er oder sie erlaubt den Teammitgliedern, so viel Zeit wie möglich mit dem zu verbringen, was sie gut können. Als Servant Leader legt man zwar das Ziel und die Prioritäten fest, überlässt aber das Wie dem Team selbst.

Multidisziplinäre Teams

Ein agiles Unternehmen besteht nicht aus Abteilungen, sondern aus Teams. Diese Teams sind multidisziplinär und handeln schnell und unabhängig. Sie haben das Ziel, immer besser und schneller zu werden. Ausgehend von den Bedürfnissen des Kunden wird festgelegt, welches Fachwissen das Team benötigt. Es ist möglich, dass es mehrere Teammitglieder mit denselben Kompetenzen gibt, doch das Team ist nie monodisziplinär. Aufgrund der unterschiedlichen Talente und Wissensbereiche stärken und ergänzen sich die Mitarbeiter gegenseitig. Da die Rollen klar verteilt sind, trägt jedes Teammitglied Verantwortung. Das Ergebnis ist, dass die Teams in die Prozesse involviert sind, selbständig arbeiten und die volle Verantwortung für das Projekt übernehmen. Bei der agilen Arbeitsweise ist es dennoch wichtig, dass jedes Team einen Product Owner hat. Der Product Owner ist die zentrale Anlaufstelle. Er oder sie sammelt die Ideen, gibt die Richtung vor, überwacht die Fortschritte und nimmt gegebenenfalls Anpassungen vor.

Kontinuierliche Verbesserung

Aufgrund der kurzen Sprints, der selbstorganisierenden Teams und der Eigenverantwortung lernen agile Teams ständig dazu. Auf jeden Sprint folgt eine Nachbesprechung, um die aktuelle Arbeit zu bewerten. Die Verbesserungsmöglichkeiten werden in dem darauffolgenden Sprint versucht umzusetzen. Auf diese Weise erzielen agile Teams in kleinen, aber effektiven Schritten ein besseres Ergebnis.

Um Agile in deinem Unternehmen erfolgreich anzuwenden, müssen ursprüngliche Arbeitsweisen verändert werden. Viele agile Anpassungen scheitern, weil man sich nur auf einen Teilbereich konzentriert. Eine agile Arbeitsweise im Unternehmen einzuführen ist nicht immer leicht – aber auch nicht unmöglich. Viele Firmen glauben, sie müssten ihre gesamte Arbeitsweise auf den Kopf stellen. Das ist nicht notwendig. Es geht vielmehr darum, die bisherigen Arbeitsprozesse anders anzugehen.

Unsere Außenwelt verändert sich ständig – deshalb ist es wichtig, sich als Unternehmen auf die Zukunft vorzubereiten. Nur wer sich auf neue Arbeitsweisen einlässt, kann auf Veränderungen flexibel und schnell reagieren. Bist du bereit, dein Team agil zu machen?

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